Helena Dell-Kolaschnik

Seit Jahren beschäftige ich mich mit der sehr lebendigen russischen Designszene. Ich habe persönliche Kontakte zu russischen Designern und Designstudios aufgebaut und Partner in Moskau und St. Petersburg gewonnen. Mit meinem Wissen und meinen Kontakten berate ich Ihr Unternehmen gern beim Einstieg in den russischen Markt. Auf Wunsch steuere ich die Realisation Ihrer Projekte durch russische Designer. Kontaktieren Sie mich: helena.dell@email.de

St. Petersburg

Bin nun mal für eine Woche nach St. Petersburg geflogen um vor Ort zu recherchieren. Täglich frische Berichte gibt es hier.

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VORTRAG UND DISKUSSION
Da nicht jeder wusste, was genau mein Thema ist, habe ich mit meinem Vortrag angefangen. Anschließend wurden Fragen gestellt und es wurde diskutiert. Die Kritik/Anmerkungen/Anregungen sind unten stichpunktartig zu lesen, meine Kommentare habe ich in kursiv dazugeschrieben.

_Wie sieht die Ausbildung in Russland aus? —> Deutlicher forschen, mit deutschem Studium Vergleichen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten finden, zeigen. (Ja, danke, wichtiger Aspekt!)

_Es wäre super, wenn Leute aus Russland die FHP besuchen könnten. (oh ja, das wäre echt toll, mal sehen was ich machen kann)

_Handelt es sich bei den russischen frühen Plakaten um Kunst oder Design? (…das ist ein Thema für sich, ich werde aber das Thema Plakatdesign in meiner Arbeit berücksichtigen, da es eine sehr große Tradition in Russland hat)

_Es gibt klassisches westliches Design, wie z.B. Facebook, gibt es klassisches russisches Design? (das kann ich in diesem Stadium meiner Arbeit noch nicht beantworten, bleibe aber dran!)

_These: Verständnis für Design in Russland hat sich geändert. (??)

_zur Frage: Gibt es ein Designverständnis in Russland?—> Die Aussage ist kritisch, da sie arrogant wirkt —> ggf. Fragestellung ändern. (ok)

_es gibt eine interessante Arbeit von Lew Manowitsch – er hat die Entwicklung des Designs des Time-Magazines untersucht, diese sollte ich mir anschauen, um evtl Paralelle zu finden. (Danke für den Tipp, werde die Arbeit anschauen)

_Gab es Plakate gegen den Staat? Kommunikationsdesign als politische Revolution? (Ist mir nicht bekannt, werde recherchieren – bin aber noch nicht sicher welche Relevanz es für meine Arbeit hat)

_Kommunikationsdesign in der orangen Revolution? (Interessant, habe gar keine Ahnung davon, muss mich reinknien!)

_Was ist mit russischem Produkdesign im Rahmen der Arbeit? (Hierzu muss ich sagen, dass ich mich ausschließlich auf das Kommunikationsdesign beschrenken werde, sonst artet die Arbeit aus)

_ wie sehen CI/CD der Parteien aus? (Ja, guter Tipp, dankeschön!)

_Wie gestalten internationale Firmen Design in Russland? Wie werben diese in Russland? (Das ist der zweite Teil meiner Arbeit)

_Was zeigt an deiner Arbeit, dass diese aus dem Fachbereich Design ist? Wieso könnte das nicht auch eine Arbeit der Kulturwissenschaft sein oder eine theoretische Arbeit in Kunstgeschichte? —>Vorschlag: Forschen durch das Design. Z.B. drei westliche Produkte provokant in ein russisches Design umgestalten und diese den russischen Befragten zeigen und Reaktion weiterverarbeiten. Gleiches umgekehrt (russisches Design -> deutsche Befragten)
Idee: etwas für Russen gestalten was dem Großteil der Russen gefällt. Gleiches in Deutschland. Durch Design auch provozieren – dadurch (extremere) Meinungen herausfinden. (Hierzu muss ich sagen, danke für die Anregung, aber das werde ich nicht tun; es ist nicht der Sinn meiner Arbeit ein niedliches Design zu gestalten um beiden Seiten zu gefallen – meine Ziele und Fragestellungen sind bereits im Proposal formuliert)

_die Arbeit konnte methodisch mutiger sein (?!)

_das Erlebte (von Befragungen, usw.) in Design umsetzen (ja, das habe ich vor)

Vielen Dank für die Anregungen und Kritik, ich werde berichten wie ich voran komme.

KLEINE AUFGABE

Als kleine Aufgabe zwischendurch sollten meine Kommilitonen auf der Landkarte Russlands St. Petersburg und Moskau andeuten. Orangefarbige Klebepunkte waren für St. Petersburg, rote – für Moskau. Die Schwierigkeit bestand darin, dass nur die Umrisse der Karte zu sehen waren, ohne einen Anhaltspunkt. Dafür, finde ich, ist die Aufgabe hervorragend gemeistert worden!

 

HAUSAUFGABE
Die Hausaufgabe war mir 3 Fotos zuzuschicken:

_»typisch russiches« Essen & Trinken
_bekannte russiche Persönlicheiten
_»typisch russiches« Design

Beim typisch russischen Essen dominierten Borsch, Pelmeni und Vodka. Die Aufgabe war sehr leicht, da für Einige die russische Küche bereits bekannt ist.

Weiter gings mit den bekannten Persönlichkeiten. Hier waren Politiker sehr bekannt, aber auch große Persönlichkeiten aus den Bereichen Literatur, Balett und Raumfahrt fanden Beachtung.

Am spannendsten war für mich »typisch russisches« Design: die Antworten hatten keine klare Linie. Gleich zwei mal bekam ich das Plakat von Alexander Rodchenko, die Typografie (kyrilische Buchstaben) wurden erwähnt, Sputnik – all diese Designobjekte stehen für die klare Linie. Auf der anderen Seite kamen reich bemalte Matroschkas, und zwiebelartige Kupeln der orthodoxen Kirche – welche für verschnörkelten und überladenen Stil stehen.

BRAIN STORMING

Beim Brainstorming war die Frage an meine Kommilitonen: »Welche Eigenschaften/Kompetenzen sollte ein russischer Designer haben, um mit Euch arbeiten zu können?«. Die Antworten waren sehr breit gefächert: wichtig war Offenheit, Flexibilität, Erreichbarkeit und  das man sich verständigen kann; wünschenswert war der Aspekt der »Fremdartigkeit« – das Interesse etwas neues durch russische Designer kennen zu lernen. Lustig fand ich die Aussagen: »…kein Hardcore-Polit sein« und »…soll Frauen als Designer akzeptieren«. 🙂

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Workshop

Am 3. Juni 2010 hatte ich die Gelegenheit mit meinen Master-Kommilitonen einen Workshop durchzuführen.

Für mich war es interessant und hilfreich zugleich. Jetzt weiß ich, wo ich bei meinem Thema die Leute abholen kann, was bereits bekannt ist und was noch sehr fremd erscheint. Mehr über den Workshop gibt es hier zu lesen.

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»КАК«

Yuhu! Endlich hat die erste Ausgabe von 2010 des einzigen russischen Grafikmagazins »KAK« – wörtlich übersetzt »WIE« – den Weg zu meinem Briefkasten gefunden!

Das Thema der Ausgabe ist die Ausbildung im Ausland. Gleich 3 deutsche Hochschulen – UDK, Weißensee und Düsseldorf – wurden im Magazin vorgestellt. Für mich ist diese Ausgabe sehr wichtig: aus dem Inhalt kann ich einiges für mein Masterthema schöpfen.

Interessante Aussage von »KAK«: … Weil wir wissen, dass jeder ausländischer Schein, welcher unserem Einen überreicht wurde, das Rating dessen Besitzer erhöht.

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Vortrag und Interview

Wie bereits angekündigt, war ich auf der TypoBerlin. Dort sah ich einen interessanten Vortrag der russischen Typografin Alexandra Korolkova. Sie sprach über die interessante und anspruchsvolle Aufgabe – eine kostenfreie kyrillische Schrift zu entwickeln. Auf den ersten Blick – eine alltägliche Aufgabe für eine Typografin. Die Besonderheit bestand darin, dass diese Schrift auch die meisten in Russland gesprochenen und geschriebenen Sprachen unterstützen soll. Diese werden zwar auf kyrillischer Schrift aufgebaut, haben aber je nach Sprache eigene Sonderzeichen. Um es sichtbar zu machen, was es für ein Aufwand war, reicht es einen Blick auf das unten eigefügte Bild zu werfen: das sind die Sprachen, die berücksichtigt wurden. Mit der Unterstützung russischer Regierung gelang es der ParaType diese schwierige Aufgabe zu lösen.

Zusätzlich konnte ich den Mitinhaber der ParaType – Emil Yakupov interviewen, der freundlicherweise alle meine Fragen geduldig beantwortete. Danke dafür!

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