Helena Dell-Kolaschnik

Seit Jahren beschäftige ich mich mit der sehr lebendigen russischen Designszene. Ich habe persönliche Kontakte zu russischen Designern und Designstudios aufgebaut und Partner in Moskau und St. Petersburg gewonnen. Mit meinem Wissen und meinen Kontakten berate ich Ihr Unternehmen gern beim Einstieg in den russischen Markt. Auf Wunsch steuere ich die Realisation Ihrer Projekte durch russische Designer. Kontaktieren Sie mich: helena.dell@email.de

Berlin Transit

Im Judischen Museum Berlin läuft gerade (bis zum 15. Juli) eine interessante Ausstellung »Berlin Transit«.

Berlin war als Drehscheibe zwischen Ost und West bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts, vor allem aber nach dem Ersten Weltkrieg, Zufluchtsort und Zwischenstation für Zehntausende von Juden aus Osteuropa. Die meisten flüchteten vor Krieg, Revolution oder Pogromen aus den Gebieten des ehemaligen russischen Reiches und der Habsburgermonarchie Richtung Westen. (Zitat Jüdisches Museum Berlin)

Für mich war interessant zu sehen, dass es rund 19 Verlage in Berlin gab, in denen die osteuropäische Migranten als Autoren, Illustratoren und Übersetzer beteiligt waren. Damals konnte man in Berlin für wenig Geld hochwertige Bücher herstellen lassen, die dann nach Osteuropa exportiert wurden. Unter anderem wurden illustrierte Kinderbücher und Grafikbände produziert. Einige tolle Exemplare (unter Anderem von El Lissitzky und Ilya Ehrenburg) kann man auf der Austellung betrachten.

Aber auch für bildende Künstler aus Osteuropa wurde Berlin in den 1920er Jahren eine Durchgangstation. So werden unter Anderem die Arbeiten von Leonid Pasternak (der Vater des Schriftstellers Boris Pasternak), Ber Ryback und Naum Gabo präsentiert.

»Der Schriftsteller Leo Tolstoi mit seiner Familie am Tisch in Jasnaja Poljana«
Leonid Pasternak


»Die Berlinerin«
Issachar Ber Ryback

»Scharlottengrad« nannten die Berliner die Gegend um den Kurfürstendamm, die reiche Migranten aus Osteuropa in 1920er Jahren besiedelten. Im Russkij Berlin – dem Russischen Berlin in den 1920er Jahren lebten rund 300.000 Russen. Darunter viele Schriftsteller, Künstler, Intelektuelle. Heutiger Berlin erinnert wenig an diese spannende Zeit. Ein Grund mehr die Ausstellung zu besuchen!

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4 Gewinner aus Russland bei ED-AWARDS 2012

Gleich 4 Arbeiten der russischen Designer wurden bei ED-AWARDS 2012 prämiert. Gratulation an die Gewinner!!

»Ermolaev Bureau«, Moskau,
Visuelle Identität, Gold:

Russische Nachrichtenagentur »RIA Novosti«, Moskau,
Foto-Korrespondenz, Bronze:

Russische Nachrichtenagentur »RIA Novosti«, Moskau,
Interaktive Infografiken, Bronze:

Ilya Ruderman, Moskau,
Schriftart, Bronze:




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