Helena Dell-Kolaschnik

Seit Jahren beschäftige ich mich mit der sehr lebendigen russischen Designszene. Ich habe persönliche Kontakte zu russischen Designern und Designstudios aufgebaut und Partner in Moskau und St. Petersburg gewonnen. Mit meinem Wissen und meinen Kontakten berate ich Ihr Unternehmen gern beim Einstieg in den russischen Markt. Auf Wunsch steuere ich die Realisation Ihrer Projekte durch russische Designer. Kontaktieren Sie mich: helena.dell@email.de

»Russen & Deutsche« in Berlin

Noch bis Ende der Woche lief im Neuen Museum eine spannende Ausstellung »Russen & Deutsche. 1000 Jahre Kunst, Geschichte und Kultur«. Russen_Deutsche_1

Spannend war zu sehen, dass auch ein Teil der Geschichte der Vorfahren meines Mannes dokumentiert wurde:
Der Barbier schneidet die Bärte der Altgläubigen/Moskau, 19. Jhd

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Auch meine eigene Geschichte holte mich ein: Die Prachturkunde Katharinas II. über die Schenkung vom Land im Fürstentum Astrachan an der Wolga legte in 12 Paragraphen die rechtliche Grundlage für die Herrnhuter Ansiedlung in Sarepta und sicherte den Herrnhutern die Selbstverwaltung zu. St. Petersburg, 7. April 1767
Meine Vorfahren stammen aus Hessen und siedelten sich in Balzer (Wolgagebiet) im späten 18. Jhd an.

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Aber nicht nur persönliches Interesse konnte ich bei dieser Ausstellung stillen, sondern auch berufliches. Zu sehen waren unter Anderm die Arbeiten von Wassily Kandinsky mit dem Kunstalmanach »Der blaue Reiter« (1912), El Lissitzky mit »Sieg über die Sonne« (1919-1923), Käthe Kollwitz mit »Helft Russland« (1918) und grausame Arbeiten so eines tollen Künstlers Heinrich Vogeler »Kulturarbeit der Studenten« (1924), »Karelien und Murmansk« (1926), »Baku« (1927).
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Künstlerische Plakate waren zu sehen: »Bewegliche Karikatur (Hampelmann)«, Russland 1914-1917;
»Der Feind des Menschengeschlechts«, Moskau 1915.
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Eine Reklametafel des Moskauer Künstlertheaters, welches in 1906 durch Deutschland tourte.

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Aber auch das Foto des zeitgenössischen russischen Künstlers Nikolai Makarov — dessen Wahlheimat Berlin wurde — war zu finden.
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Interessant fand ich auch, wie früh sich deutsche Firmen in Russland ansiedelten und wieviele es waren:
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Russische Prospekte von Benz & CIE., Fa. Sapahn; Russland 1896
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Werbeanzeige der Deimler-Motorengesellschaft für Russland 1912/13
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Die frühen Bemühungen der deutschen Unternehmen zahlen sich bis heute aus.

Made in Germany gilt in Russland noch immer als eines der besten Kaufargumente. Um daran zu verdienen, erfinden russische Unternehmen eigene Marken, die deutsche Wurzeln vorgaukeln: Erich-Krause-Stifte, Kaiser-Geschirrspüler oder Schuhe von Münz sind heiß begehrt.  (Manager Magazin Online). Hier kann man den gesamten Artikel lesen, sehr empfehlenswert!

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