Helena Dell-Kolaschnik

Seit Jahren beschäftige ich mich mit der sehr lebendigen russischen Designszene. Ich habe persönliche Kontakte zu russischen Designern und Designstudios aufgebaut und Partner in Moskau und St. Petersburg gewonnen. Mit meinem Wissen und meinen Kontakten berate ich Ihr Unternehmen gern beim Einstieg in den russischen Markt. Auf Wunsch steuere ich die Realisation Ihrer Projekte durch russische Designer. Kontaktieren Sie mich: helena.dell@email.de

Neuer »Projector« ist erschienen, viel Spaß beim durchblättern!

Projector, russisches Design, St. Petersburg

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Wenn man den Spieß umdreht..

russisches Design, Wettbewerb, Auftraggeber

Auch in Russland gibt es ein Problem mit manch einem Auftraggeber, der Design nicht als Serviceleistung sondern als Hobby versteht. Oft wird ein Job als Wettbewerb ausgeschrieben, oft gering oder unbezahlt. Ein ukrainischer Designer Kirill Tkachev drehte den Spieß um und rief ebenfalls ein Wettbewerb aus:

Offener Wettbewerb mit der Möglichkeit, ein Logo zu bekommen!

Wunderbarer ukrainischer Designer lädt Kunden ein sich bei der Einreichung von Vorschlägen für die Entwicklung des Logos zu beteiligen.Teilnahmebedingungen: Jeder Kunde sendet sein Brief und leistet einen Beitrag von 700 $. Die Gewinner des Wettbewerbs erhalten die einmalige Gelegenheit, ein Kunde von Kiril Tkachev zu werden, mit ihm zu chatten und vielleicht sogar ein Logo von ihm zu bekommen!

Eine charmante Möglichkeit sich gegen die Dreistigkeiten zu wehren. 🙂

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TYPO Berlin Design Special Russia

Auf der diesjährigen  TYPO Berlin Konferenz kuratierte und moderierte ich Design Special Russia. Nun möchte ich Euch etwas mehr von diesem Tag zeigen.
Warum widmete die Typo Berlin ein ganzes Special dem Design in Russland? Nun: Alle heutigen Designer werden wohl direkt oder indirekt beeinflusst sein von Ideen und Projekten russischer Designer und Künstler aus der Zeit des Anfangs des letzten Jahrhunderts:

Wir alle kennen das schwarze Quadrat von Kasimir Malewitsch, mit dem er 1915 – also vor gut 100 Jahren – den Suprematismus begründete. Mit dem Suprematismus  entwickelte Malewitsch den Ansatz 
der gegenstandslosen, abstrakten Kunst und Grafik. Die Darstellung löste sich vom Objekt, vom Gegenstand. 

Die Reduktion der Grafik auf einfachste geometrische Figuren, 
die sich einer Idee, einem Gestaltungsprinzip unterordnen, ist keinem heutigen Grafiker fremd.

Daraus entwickelte sich der Konstruktivismus, der noch strenger und konsequenter auf die Abbildung des Gegenständlichen verzichtete. Klangvolle Namen dieser Zeit sind die von Naum Gabo, Alexander Rodtschenko und Wladimr Tatlin.

Rodtschenko, Mayakovsky und vor allem El Lisitzky  sind für uns von besonderer Bedeutung – beeinflussten sie und ihre Arbeiten doch den niederländischen De Stijl und das deutsche Bauhaus.

Die russische Avantgarde des beginnenden 20. Jahrhunderts setze Impulse, zündete Ideen, die uns Designer heute noch prägen – oder uns zumindest als fundierte Grundlage dienen.

Und heute? Was denkt und gestaltet die russische Avantgarde des 21. Jahrhunderts? Unsere Gäste aus Russland gaben uns Einblick in die Designszene eines Landes,  
das rund 50x so groß ist, wie Deutschland.

Zu den einzelnen Vorträgen:
_Mitya Kharshak & Peter Bankov »Wie gestaltet man eine Design-Zeitschrift?«
_Alexey Novichkov & Mikhail Simakov »Infografiken für Moskovskie Nowosti und RIA Nowosti«
_Peter Bankov »Jeden Tag Plakate«
_Alexandra Korolkova »Ein Hauch Natives: Kyrillisch alltagstauglich«
_Daniil Bolshov, Eugeny Malyshev, Elizaveta Kirilina »Junge russische Designer«
_Taisiya Lushenko »Anspruchsvolle Projekte, typografische Lösungen«
_Svetlana Landl »St. Petersburg – auf der Suche nach Identität«

Design Special Russia, TYPO Berlin 2013, Russisches Design
Foto: Anna Seidenfuß

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