Helena Dell-Kolaschnik

Seit Jahren beschäftige ich mich mit der sehr lebendigen russischen Designszene. Ich habe persönliche Kontakte zu russischen Designern und Designstudios aufgebaut und Partner in Moskau und St. Petersburg gewonnen. Mit meinem Wissen und meinen Kontakten berate ich Ihr Unternehmen gern beim Einstieg in den russischen Markt. Auf Wunsch steuere ich die Realisation Ihrer Projekte durch russische Designer. Kontaktieren Sie mich: helena.dell@email.de

Matrjoschka

Helena_Dell-Kolaschnik
Moskau, Arbat. Front eines Souvenirladens.

Wenn man nach Russland schaut sieht man den Wunsch, die Sehnsucht nach der Wiedergeburt des »russischen Stils«. Dieser Wunsch, diese Bewegung ist nicht neu: bereits im Jahre 1880 organisierte Sawwa Mamontow (russischer Unternehmer und Mäzen) einen Verein, in dem Maler, Musiker und Kritiker, die sich die Wiedergeburt des »russischen Stils« in der Kunst wünschten. Dort entstand auch um 1890 die erste Matrjoschka.

Matrjoschka – eine Verkleinerungsform des Namens »Matrone« – ist ein typisch russisches Holzspielzeug in Form
einer bemalten Puppe, in deren Inneren sich ihr ähnliche, kleinere Puppen befinden. Die Anzahl der in sich ver­schachtelten Puppen kann von 3 bis 18 variieren. In der Regel sind es 5 oder 7 Puppen. Traditionell trägt eine Matrjoschka ein gelbes Kopftuch und einen roten Sarafan. In den 1990er Jahren ist zur traditionellen Bemalung der Puppen zusätzlich eine individuelle dazugekommen: von den Märchen-Figuren bis zur Darstellung politischer
Entscheidungsträger reicht heute die Vielfalt der Matrjoschkas. Die Matrjoschka ist bei den Ausländern ein beliebtes Souvenir. Und oft wird gestritten, ob sie Kunst oder Kitsch ist.

Oft höre ich aus Russland, dass die Matrjoschka das Produkt von ausländischen Stereotypen ist. Also schaute ich mich in Russland um. Hier sind ein paar Beispiele: gemacht von Russen für Russen – und Ausländer.

Ihre Fundstücke können Sie mir gerne an helena.dell(at)email.de zuschicken, ich werde sie dann hier mit Ihrem Namen und Fundort veröffentlichen.

Plakate der Olympischen Spiele 2014 in Sochi

Plakate der Olympischen Spiele 2014 in Sochi

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Offizielle Plakate der Olympischen Spiele 2014 in Sochi

Dmitrij Sacharov
Dmitrij Sacharov. Covergestaltung des Buches »L’Ideal« von Frédéric Beigbeder.

Design des Buchcovers
Design des Buches: »Die Kunst, die man nicht verlieren kann!
Volkskunst Handwerk aus Russland. Blütezeit, Niedergang,
Perspektiven der Wiedergeburt.« (»Moskowskij Dom Knigi«, Moskau)

Design der Dostojewski-Buchreihe
Design der Dostojewski-Buchreihe (»Moskowskij Dom Knigi«, Moskau)

»Einfach Helden«, Dmitry Zakharov
»Einfach Helden«, Dmitry Zakharov. Sein Plakat gewann den dritten Preis bei der Internationalen Biennale der sozio-­politischen Plakate in Auschwitz (Oswiecim)

Anna Kulatchök
Anna Kulatchök »DesignDepo«, Plakatwettbewerb
»Kindererziehung ohne Beleidigungen und Demütigungen«

Studentische Ausstellung »Sup-Savod«
Studentische Ausstellung »Sup-Savod« auf dem internationalen Festival »Designact«, Winzavod – Сenter of Contemporary Art, Moskau

Dmitri Makronen
Dmitri Makronen, »DesignDepo«, Plakatwettbewerb
»Kindererziehung ohne Beleidigungen und Demütigungen«

»Olymp«, Мoskau
Seit 2005-2006 hängen in der Moskauer Metro soziale Plakate: »Die Liebe zum Vaterland beginnt mit der Familie« («Olymp», Мoskau)

Plakat
Plakat in der U-bahn »Übergewicht verschwindet«, Moskau

CD für die Firma «Personal Standart» – Nimax, St. Petersburg
CD für die Firma »Personal Standart« – Nimax, St. Petersburg

FrontDesign
Studio »Front-Design«, Moskau. Entwicklung der Marke Braer-Unternehmen, einem russischen Hersteller von keramischen Werkstoffen. Die Designer wurden aufgerufen, ein Bild, das die deutsch-österreichische Tradition der Ziegelherstellung und inländische Erfahrung vereint, zu schaffen. Es wurde das Konzept »Deutsche Qualität. Made in Russia« entwickelt.

darkdesignGroup
Die Verpackung »Matrjoschka« wurde vom Studio darkdesignGroup für eine T-Shirt-Kollektion entworfen. Die Jury des internationalen Design-Wettbewerbs »Pentawards 2009« (Brüssel) prämierte die Verpackung mit dem Silber Award in der Kategorie »Body Clothing«

Café in Moskau, Kaffeeverpackung
Café in Moskau, Kaffeeverpackung

»Matrjoschka für Arme«, Anton Schneider
»Matrjoschka für Arme«, Anton Schneider, gefunden bei Art. Lebedev Studio

»Durchsichtige Matrjoschka«, Andrej Zubrilow
»Durchsichtige Matrjoschka«, Andrej Zubrilow, gefunden bei Art. Lebedev Studio
Das Studio »Art Lebedev« nutzt seit 2007 die Form der Matrjoschka, um Mengenbegriffe (Maßeinheiten) der Digitaltechnik anschaulich zu machen: Bit, Byte, Kilobyte, Megabyte, Gigabyte und Terabyte – sogar die Kinder können sich jetzt die Reihenfolge merken! Im Jahr 2008 kam zum Set »Blanko« das Set »Nero« hinzu. Dies hat es sogar in das Moskauer Matrjoschka-Museum (auch so etwas gibt es) geschafft!

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Art Director: Artemy Lebedev; Designer: Anton Schneider

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Art Director: Artemy Lebedev; Designer: Anton Schneider, Andrej Zubrilow

Im Jahr 2006 feierte das nationale russische Werbefestival »Idea!« sein 10-Jähriges Jubiläum. Das Festival findet jährlich in Nowosibirsk statt. Jedes Jahr hat das Festival ein neues Erscheinungsbild. Das Studio »Imadesign« entwickelte zum Jubiläum den neuen Look des Festivals.

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Leitung: Erken Kagarov; Creative Director: Alexander Meshcherkin; Art Director: Irina Juschanina; Designer: Vladimir Trushkin, Erken Kagarov, Irina Juschanina, Igor Volgin, Tatiana Samokhina

Im November 2008 feierte die russische VOGUE ihr zehnjähriges Jubiläum. Zur Feier des Tages wurde eine Charity-Auktion vorbereitet: 30 Matrjoschkas, die exklusiv nach Vorlagen berühmter Designer gefertigt wurden, wurden versteigert.

VOGUE

Wettbewerb_Russisches Design

Anzeige im Design-Magazin KAK »Bestes russiches Design«

OpenDesignConcepts
Open! Design & Concepts, Mermaidryoshka, Geschenk für die Königin von Dänemark Margrethe II

Wolda Professional awards
Wolda Professional awards Best of Russian Federation

Logo name: “Person of the year”. A corporate contest.
Agency: altapress
Designer: Alexey Shelepov

Client: Altapress

Afische_KARMEN
Plakat für Theaterstück KARMEN, gesehen in St. Petersburg, 2012

Natürlich zeige ich auch gerne Beispiele aus dem Ausland.

Dass Matrjoschka – die russische Holzpuppe – weltweit ein Symbol Russlands ist, ist nicht neu. Nun wird sie für den aktuellen Spot von Amnesty International eingesetzt, der viele kritischen Stimmen in Russland sprechen ließ.

Das Video wurde von der französischen Agentur Rods Films produziert.

P.S. Danke Jenny Kröger für den Tipp
Amnesty
Anzeige
Anzeige in dem Magazin der China-Airline, gesehen unterwegs nach Taiwan, 2012

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Gesehen am Flughafen Taiwan, 2012

Festspielhaus Baden-Baden
Festspielhaus Baden-Baden, russische Oper live, Tchaikovsky Festival 2005

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Moscow Design Week 2011, Design Superheroes/ Jacopo Foggini/ MATRIOSKA SUPER HERO

wie klingt Russland
Wie klingt Russland? Musikfestival in Berlin 2012

Weitere »nicht russische« Matrojoschkas sind hier zu finden.

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One Response

  1. Love this collection of clever nesting doll designs/ads!

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