Helena Dell-Kolaschnik

Seit Jahren beschäftige ich mich mit der sehr lebendigen russischen Designszene. Ich habe persönliche Kontakte zu russischen Designern und Designstudios aufgebaut und Partner in Moskau und St. Petersburg gewonnen. Mit meinem Wissen und meinen Kontakten berate ich Ihr Unternehmen gern beim Einstieg in den russischen Markt. Auf Wunsch steuere ich die Realisation Ihrer Projekte durch russische Designer. Kontaktieren Sie mich: helena.dell@email.de

Malewitsch in Bonn

Malewitsch

Kasimir Malewitsch Rotes Quadrat 1915
 

»In meinem verzweifelten Bemühen, die Kunst vom Ballast der gegenständlichen Welt zu befreien, floh ich zur Form des Quadrats.«

Kasimir Malewitsch, 1913

 

Kasimir Malewitsch und die russische Avantgarde

zu sehen vom 8. März bis 22. Juni 2014 in der Bundeskunsthalle

 

 

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In Erinnerung an Emil Yakupov

Das Leben ist endlich. Das ist jedem von uns bewusst. Und doch, wenn ein Mensch, den man gekannt hat von uns geht, trifft es einen sehr. Mein Beileid geht an die Familie, Freunde und Kollegen von Emil Yakupov (22.03.1957–25.02.2014) — Gründer von ParaType, Moskau.

Emil Yakupov

Ich habe Emil auf der TypoBerlin 2010 kennengelernt und dort auch das Interview mit ihm geführt. Auf der TypoBerlin 2013 haben wir uns wieder getroffen und ich habe mich über diese Begegnung sehr gefreut. Ich bedaure sehr, dass sein Leben so kurz war. Danke, dass ich Sie kennenlernen durfte!

Interview mit Emil Yakupov 2010 in Berlin

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Offizielle Plakate der Olympischen Spiele 2014 in Sochi

Das Organisationskomitee Sochi 2014 stellte nun die neuen Plakate für die Olympischen Spiele in Sochi 2014 vor. Diese seien in Malevitsch-Stil designt und basieren auf den Entwürfen der Gewinner des Wettbewerbs. (Staatliche Akademie für Kunst und Architektur in Ural und Moskauer Surikow Staatliche Kunshochschule). Insgesamt namen über 50 Studenten aus 7 Hochschulen am Wettbewerb teil. (Spricht nicht besonders für die Beliebtheit des Wettbewerbs?)

»Sie betonen die überraschende Originalität des Bildes der Gastgeberstadt, diese einzigartige Kombination aus dem warmen Meer und der schneebedeckten Berge. Diese Dualität ist ebenso typisch für unser Land, wo Europa auf  Asien trift, die Tierwelt die moderne Metropole umrahmt, und das reiche kulturelle Erbe an den Geist der Innovation appelliert.« — so das Organisationskomitee Sochi 2014.

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Aber was wäre denn Russland ohne Matrjoschka, nicht wahr!? )) Niergend dürfte sie fehlen. Danach kann man ja wieder sagen, dass die Ausländer es so wollten. Voilà!

Meine Sammlung der Matrjoschka im russischen Design kann man übrigens  hier bewundern.

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Plakate der Olympischen Spiele 2014 in Sochi

Plakate der Olympischen Spiele 2014 in Sochi

 

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Sofja Andrejewna Tolstaja: Ein Leben an der Seite Tolstojs

Heute stelle ich ein Buch vor, das 2009 bei Insel-Verlag erschienen ist. »Sofja Andrejewna Tolstaja: Ein Leben an der Seite Tolstojs« von Ursula Keller und Natalja Sharandak.

Ein Leben an der Seite Tolstojs

Kurzbeschreibung:
»Lange Zeit lebte ich nicht mein eigenes Leben und meinen eigenen Willen, sondern als die Gattin Tolstois.« – Am 23. September 1862 heiratete die achtzehnjährige Sofja Andrejewna Behrs Lew Nikolajewitsch Tolstoi. Anfangs widmete sie ihr Leben ganz dem viel älteren Schriftsteller. Sie war erste Leserin und Kritikerin seiner Werke, Mutter seiner vielköpfigen Kinderschar, verwaltete das Landgut und kümmerte sich um die Finanzen. In jener Zeit des Familienglücks entstanden u.a. Tolstois große Romane Krieg und Frieden und Anna Karenina. Nach fast zwei Jahrzehnten Ehe beschäftigte sich Tolstoi zunehmend mit religiösen und philosophischen Themen und stellte sämtliche Werte seines bisherigen Lebens in Frage. Er entzog sich seiner Frau und Familie, und es kam zu dramatischen Konflikten. Sofja Tolstaja hörte auf, das geistige und literarische Leben ihres Mannes als ihr eigenes zu begreifen. Nachdem sie ihrer eigenen literarischen Begabung vor der Hochzeit entsagt hatte, begann sie, wieder zu schreiben, nur wenige ihrer Werke wurden jedoch veröffentlicht. Vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Entwicklung Rußlands am Vorabend der russischen Revolution, in der die vermeintlich natürliche, Gott gewollte Geschlechterordnung von vielen Zeitgenossen in Frage gestellt wurde, zeichnet die Biographie das Porträt der Gattin Tolstois als Frau, die für ihre eigene Lebenswahrheit stritt.

Ein wunderbares Buch! Es beleuchtet nicht nur deteiliert das Privatleben und die Ehe des großen Klassikers, sondern gibt gute Einblicke in die Geschichte Russlands. Ich freue mich sehr nach diesem Buch die Werke Tolstojs in Originalsprache noch mal durchzulesen!

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Frohes neues Jahr alle miteinander!

Dieses Jahr werde ich hier ein paar Bücher vorstellen, die zwar nicht immer von/über Design in Russland handeln, jedoch über das Leben, Land und Leute in Russland berichten. Manchmal führen sie dazu, die Hintergründe einiger Arbeiten/Entscheidungen zu verstehen.

Das erste Buch, was ich in diesem Jahr hier vorstelle, heißt »Fucking Moskau! Sex, Drugs & Wodka« von Chris Helmbrecht, erschienen bei Heyne Verlag (8. Juli 2013).

fucking moskau

Kurzberschreibung:
Russland unplugged
Moskau, wildeste Stadt Europas: unermesslicher Reichtum und hemmungslose Vergnügungssucht. Chris Helmbrecht, Partymacher der Schönen und Reichen, lebt seit neun Jahren in diesem Sodom und Gomorrha. Sein Blog auf stern.de machte Furore, nun erzählt er weiter: von eiskalten Nächten, heißen Frauen, skrupellosen Oligarchen, Wodkaräuschen, der Gier nach Geld und Sex und einer Generation, die alles hat und nie genug bekommt. Gnadenlos, sexy, exzessiv – Russland zeigt seine heiße Seite.

Nun… Ich habe dieses Buch gelesen. Mir ist nach wie vor nicht klar, ob der 40jähriger Autor noch in der Pubertät steckt oder bereits seine Midlife-Crisis hat. Zusammen gefasst könnte man über dieses Buch sagen — er hatte sie alle. Na und? Wenn interessierts?

Einer meiner Vorsätze für das neue Jahr heißt: sich nicht mehr von den schlechten Büchern aufhalten lassen! In diesem Sinne wünsche ich uns allen schöne Lesestunden.

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Liquidation

Die russische Nachrichtenagentur »RIA Novosti« ist (WAR!) eine der größten Nachrichtenagenturen in Russland. Ihre Wurzeln reichen zurück bis 1941. 

Seit 20 Jahren ist »RIA Novosti« eine staatliche Informations-analytische Agentur. So gehören zu ihren Aufgaben auch die Veröffentlichung offizieller Verlautbarungen der russischen Regierung. Dennoch lautet ihr Credo: »Schnelligkeit, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit von der politischen Konjunktur«.

Die Mitarbeiter wurden gestern, am 09.12.2013, von der Liquidation der Agentur überrascht. Laut LENTA.RU und anderen russichen Massenmedien, liquidierte der russische Präsident die Hauptnachrichtenagentur. Sattdessen wird eine neue Nachrichtenagentur »Russland heute« gegründet. Diese soll sich besonders mit der »Wiederherstellung der Gerechtigkeit gegenüber Russland (als eines der wichtigen Länder der Welt) und ihren guten Absichten« beschäftigen!

Seit über 5 Jahren gab es bei »RIA Novosti« ein Studio für Infografik. Zwei interessante junge Designer die bei »RIA Novosti« angestellt waren eröffneten den Tag des russischen Designs und der russischen Designer auf der TYPO Berlin 2013.

Leider ist es überhaupt noch nicht klar, was diese überaschende rekonstrukturierung für die Mitarbeiter der Nachrichtenagentur bedeutet.

Wer also einem guten Infografiker einen Job anbieten kann, meldet sich bitte bei mir, ich leite es gerne weiter!

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Weltformat 13 — Plakatfestival in Luzern

Russisches Plakatdesign liegt im Fokus des fünften Luzerner Plakatfestivals. Mit der Ostengruppe präsentiert sich ein fünfköpfiges Kollektiv aus Moskau, welches seit 2002 die Leidenschaft für Kreativität und Plakatgestaltung auslebt. Spannende Einblicke versprechen die Arbeiten zu Ehren des grossen russischen Künstlers Aleksandr Rodchenko und die Arbeiten Studierender zweier Designschulen aus St. Petersburg.
 Weltformat_13

 

12.-20. Oktober 2013

Öffnungszeiten:
täglich 12 bis 19 Uhr

Eintritt frei

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Schöne Entdeckung

Die Wurzeln des russischen Designs gehen zurück in den Anfang des 19. Jahrhunderts, dem Zeitpunkt der Maschinisierung und Teilung der Arbeit. Die stärkste Seite des russischen Designs war (und ist auch geblieben) die Ästhetik. Einer, der den sogenannten »russischen Stil« geprägt hat, war der Illustrator, Maler und Grafiker Ivan Bilibin (1876 – 1942). Er entwickelte sehr früh seinen eigenen grafischen Stil, basierend auf sorgfältiger, detailliert gemusterter Kontur und mit Aquarell ausgemalten Details. Dieser Stil wurde als »Bilibinsky« bekannt und hatte viele Nachahmer. Der Künstler verwendete seine Illustrationen am Anfang hauptsächlich in den russischen Volksmärchen, später – in den Zeitschriften und Werbegrafiken (Postkarten, Plakaten, Kalendern, etc.), sowie in den politischen Karikaturen während der ersten russischen Revolution.

Um so mehr habe ich mich gefreut 2 Bücher gefunden zu haben, die nur nur inhaltlich wunderbar sind (Puschkins Märchen und Russische Volksmärchen), sondern auch die Illustrationen von Ivan Bilibin erhalten. Beide Bücher kann man bequem über Amazon beziehen.

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Moscow Design Week

MoscowDesignWeek

Diesjährige Moscow Design Week findet dieses Jahr vom 11. bis 17. Oktober statt. Mehr infos gibt es hier.

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25. Juli

Der Grund meiner Abwesenheit hier kam am 25.07.2013 auf die Welt und heißt Fiona. )))) In der nächsten Zeit werde ich also mein Mutterglück genießen und etwas weniger über russisches Design und russische Designer berichten.

Baby

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