Helena Dell-Kolaschnik

Seit Jahren beschäftige ich mich mit der sehr lebendigen russischen Designszene. Ich habe persönliche Kontakte zu russischen Designern und Designstudios aufgebaut und Partner in Moskau und St. Petersburg gewonnen. Mit meinem Wissen und meinen Kontakten berate ich Ihr Unternehmen gern beim Einstieg in den russischen Markt. Auf Wunsch steuere ich die Realisation Ihrer Projekte durch russische Designer. Kontaktieren Sie mich: helena.dell@email.de

Eine relativ einfache Möglichkeit, um die Qualität einer kyrillischen Schrift herauszufinden von Alexandra Korolkova

Wer von Ihnen/Euch hat bereits kyrillische Buchstaben in eigenen Arbeiten eingesetzt? Und wer hat sogar schon selbst einmal kyrillische Buchstaben gestaltet? Und wer von Ihnen/Euch kann kyrillische Buchstaben auch lesen, was ja sinnvoll wäre, wenn man damit gestaltet?

Alexandra Korolkova kann kyrillische Buchstaben lesen, schreiben und gestalten. Und das vom Feinsten.  Trotz ihrer jungen Jahre, ist sie eine der bedeutendsten und bekanntesten Typografinnen Russlands. Sie ist die Autorin und Herausgeberin des Buches »Lebendige Typografie«, das mittlerweile zum anerkannten Lehrbuch für die Designstudenten in Russland geworden ist.

Auf der TYPO Berlin 2013 erzählte Alexandra über ein »Hauch Natives«, ihre Leidenschaft — gute kyrillische Typografie. Um es allen — die zwar mit Schrift arbeiten, aber die kyrillische Schrift nicht lesen können — einfacher zu machen, veröffentlichte Sie diesen Artikel. Viel Freude bei der guten Gestaltung!

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Bild: © Alexandra Korolkova

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TYPO Berlin Design Special Russia

Auf der diesjährigen  TYPO Berlin Konferenz kuratierte und moderierte ich Design Special Russia. Nun möchte ich Euch etwas mehr von diesem Tag zeigen.
Warum widmete die Typo Berlin ein ganzes Special dem Design in Russland? Nun: Alle heutigen Designer werden wohl direkt oder indirekt beeinflusst sein von Ideen und Projekten russischer Designer und Künstler aus der Zeit des Anfangs des letzten Jahrhunderts:

Wir alle kennen das schwarze Quadrat von Kasimir Malewitsch, mit dem er 1915 – also vor gut 100 Jahren – den Suprematismus begründete. Mit dem Suprematismus  entwickelte Malewitsch den Ansatz 
der gegenstandslosen, abstrakten Kunst und Grafik. Die Darstellung löste sich vom Objekt, vom Gegenstand. 

Die Reduktion der Grafik auf einfachste geometrische Figuren, 
die sich einer Idee, einem Gestaltungsprinzip unterordnen, ist keinem heutigen Grafiker fremd.

Daraus entwickelte sich der Konstruktivismus, der noch strenger und konsequenter auf die Abbildung des Gegenständlichen verzichtete. Klangvolle Namen dieser Zeit sind die von Naum Gabo, Alexander Rodtschenko und Wladimr Tatlin.

Rodtschenko, Mayakovsky und vor allem El Lisitzky  sind für uns von besonderer Bedeutung – beeinflussten sie und ihre Arbeiten doch den niederländischen De Stijl und das deutsche Bauhaus.

Die russische Avantgarde des beginnenden 20. Jahrhunderts setze Impulse, zündete Ideen, die uns Designer heute noch prägen – oder uns zumindest als fundierte Grundlage dienen.

Und heute? Was denkt und gestaltet die russische Avantgarde des 21. Jahrhunderts? Unsere Gäste aus Russland gaben uns Einblick in die Designszene eines Landes,  
das rund 50x so groß ist, wie Deutschland.

Zu den einzelnen Vorträgen:
_Mitya Kharshak & Peter Bankov »Wie gestaltet man eine Design-Zeitschrift?«
_Alexey Novichkov & Mikhail Simakov »Infografiken für Moskovskie Nowosti und RIA Nowosti«
_Peter Bankov »Jeden Tag Plakate«
_Alexandra Korolkova »Ein Hauch Natives: Kyrillisch alltagstauglich«
_Daniil Bolshov, Eugeny Malyshev, Elizaveta Kirilina »Junge russische Designer«
_Taisiya Lushenko »Anspruchsvolle Projekte, typografische Lösungen«
_Svetlana Landl »St. Petersburg – auf der Suche nach Identität«

Design Special Russia, TYPO Berlin 2013, Russisches Design
Foto: Anna Seidenfuß

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Vortrag und Interview

Wie bereits angekündigt, war ich auf der TypoBerlin. Dort sah ich einen interessanten Vortrag der russischen Typografin Alexandra Korolkova. Sie sprach über die interessante und anspruchsvolle Aufgabe – eine kostenfreie kyrillische Schrift zu entwickeln. Auf den ersten Blick – eine alltägliche Aufgabe für eine Typografin. Die Besonderheit bestand darin, dass diese Schrift auch die meisten in Russland gesprochenen und geschriebenen Sprachen unterstützen soll. Diese werden zwar auf kyrillischer Schrift aufgebaut, haben aber je nach Sprache eigene Sonderzeichen. Um es sichtbar zu machen, was es für ein Aufwand war, reicht es einen Blick auf das unten eigefügte Bild zu werfen: das sind die Sprachen, die berücksichtigt wurden. Mit der Unterstützung russischer Regierung gelang es der ParaType diese schwierige Aufgabe zu lösen.

Zusätzlich konnte ich den Mitinhaber der ParaType – Emil Yakupov interviewen, der freundlicherweise alle meine Fragen geduldig beantwortete. Danke dafür!

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Faszination kyrillischer Schrift

Immer wieder merke ich, dass Leute, die nichts mit russischen Sprache zu tun haben, sich für die kyrillischen Buchstaben interessieren. Ich freue
mich dann wie ein Kind und bin immer bereit zu erklären welche Laute die Buchstaben haben.

Nun rückt die kyrillische Schrift mehr und mehr in den Fokus der interna-
tionalen Typografen. Zu 300-jährigen Jubiläum der Schrift-Reform, die von Peter dem Großen durchgeführt wurde, wurde im Jahr 2006 von ParaType
in Zusammenarbeit mit Unterstützung der staatlichen russischen Agentur für Presse und Massenkommunikation ein Wettbewerb »MODERN CYRILLIC« ins Leben gerufen. Hier kann man die Entscheidungen der Jury von 2009 sehen. Die Novum berichtete darüber in der Ausgabe 01/10.

Um so mehr freue ich mich zu sehen, dass Alexandra Korolkova auf der TypoBerlin ein Vortrag »Die Entstehung populärer Schriften« halten wird.

Diese Karte bekam ich von meinen deutschsprachigen Freunden 🙂

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