Helena Dell-Kolaschnik

Seit Jahren beschäftige ich mich mit der sehr lebendigen russischen Designszene. Ich habe persönliche Kontakte zu russischen Designern und Designstudios aufgebaut und Partner in Moskau und St. Petersburg gewonnen. Mit meinem Wissen und meinen Kontakten berate ich Ihr Unternehmen gern beim Einstieg in den russischen Markt. Auf Wunsch steuere ich die Realisation Ihrer Projekte durch russische Designer. Kontaktieren Sie mich: helena.dell@email.de

TYPO Berlin Design Special Russia

Auf der diesjährigen  TYPO Berlin Konferenz kuratierte und moderierte ich Design Special Russia. Nun möchte ich Euch etwas mehr von diesem Tag zeigen.
Warum widmete die Typo Berlin ein ganzes Special dem Design in Russland? Nun: Alle heutigen Designer werden wohl direkt oder indirekt beeinflusst sein von Ideen und Projekten russischer Designer und Künstler aus der Zeit des Anfangs des letzten Jahrhunderts:

Wir alle kennen das schwarze Quadrat von Kasimir Malewitsch, mit dem er 1915 – also vor gut 100 Jahren – den Suprematismus begründete. Mit dem Suprematismus  entwickelte Malewitsch den Ansatz 
der gegenstandslosen, abstrakten Kunst und Grafik. Die Darstellung löste sich vom Objekt, vom Gegenstand. 

Die Reduktion der Grafik auf einfachste geometrische Figuren, 
die sich einer Idee, einem Gestaltungsprinzip unterordnen, ist keinem heutigen Grafiker fremd.

Daraus entwickelte sich der Konstruktivismus, der noch strenger und konsequenter auf die Abbildung des Gegenständlichen verzichtete. Klangvolle Namen dieser Zeit sind die von Naum Gabo, Alexander Rodtschenko und Wladimr Tatlin.

Rodtschenko, Mayakovsky und vor allem El Lisitzky  sind für uns von besonderer Bedeutung – beeinflussten sie und ihre Arbeiten doch den niederländischen De Stijl und das deutsche Bauhaus.

Die russische Avantgarde des beginnenden 20. Jahrhunderts setze Impulse, zündete Ideen, die uns Designer heute noch prägen – oder uns zumindest als fundierte Grundlage dienen.

Und heute? Was denkt und gestaltet die russische Avantgarde des 21. Jahrhunderts? Unsere Gäste aus Russland gaben uns Einblick in die Designszene eines Landes,  
das rund 50x so groß ist, wie Deutschland.

Zu den einzelnen Vorträgen:
_Mitya Kharshak & Peter Bankov »Wie gestaltet man eine Design-Zeitschrift?«
_Alexey Novichkov & Mikhail Simakov »Infografiken für Moskovskie Nowosti und RIA Nowosti«
_Peter Bankov »Jeden Tag Plakate«
_Alexandra Korolkova »Ein Hauch Natives: Kyrillisch alltagstauglich«
_Daniil Bolshov, Eugeny Malyshev, Elizaveta Kirilina »Junge russische Designer«
_Taisiya Lushenko »Anspruchsvolle Projekte, typografische Lösungen«
_Svetlana Landl »St. Petersburg – auf der Suche nach Identität«

Design Special Russia, TYPO Berlin 2013, Russisches Design
Foto: Anna Seidenfuß

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Russisches Design auf der Typo Berlin 2013

Seit Jahren hege und pflege ich persönliche Kontakte zu ebenso bekannten wie die Szene prägenden Designern in Russland. Im kommenden Jahr werden nun die Bemühungen um den Austausch russischer und deutscher Designer wunderbare Früchte tragen: Jürgen Siebert und Benno Rudolf – die Macher der Typo Berlin – werden auf der größten europäischen Designkonferenz  ein Special zum Design in Russland anbieten .

Für diesen von mir kuratierten Tag haben bereits russische Top-Designer wie Mitya Kharshak, St. Petersburg (Gründer, Herausgeber und Chefredakteur des Magazins »Projektor«), sowie Peter Bankov, Moskau/Prag (Mitbegründer und Chefredakteur des Grafikdesign-Magazins »KAK« (deutsch: »wie«)) ihr Kommen zugesagt.

Mehr zum Thema auf der Site der Typo Berlin 2013 Touch und hier in diesem Blog.

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Winterreise nach Russland

In Russland, genau gesagt in St. Petersburg erwartete uns eine klirrende Kälte: –20°C. Die Sonne schien und die Newa (russ. Невà) war eingefroren – herrlich!

Die Mischung zwischen Kultur und Cafés war also sehr notwendig.


Café Singer am Newskij Prospekt im großem Buchladen.


Die Mosaiken der Auferstehungskirche.

Dank Svetlana Land (danke noch mal!!) konnte ich Mitya Kharshak (Designer, Chefredakteur und Mitgründer des Designmagazins »Projektor«) in Loft Project ETAGI – einem St.Petersburger Designzentrum besuchen und Interviewen.


Mit Mitja Kharshak in LoftProjekt ETAGI


Prof. V. Götz im gleichnamigen Design-Buchladen »Projektor«.


Cafe im St. Petersburger Designzentrum LoftProjekt ETAGI

Nach 3 Tagen ging es mit einem Nachtzug nach Moskau. Dort waren es –28°C (und ich dachte kälter kanns nicht werden).


Kathedrale Basilius des Seligen (russ. Храм Василия Блаженного)

Insgesamt war die Reise sehr kompakt, um die beiden Städte zu sehen, muss man aber mehr Zeit einplanen. Jedoch habe ich wieder durch das Interview mit Mitja Kharshak und die Besuche der Design-Buchläden viel Information mitgenommen. Es ist also höchste Zeit die Masterthesis fertig zu stellen!

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